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Hélène de Beauvoir
Hélène de Beauvoir
Ausstellung 100 Jahre 1910 - 2010

Die Malerin Hélène de Beauvoir wurde am 6. Juni 1910 in Paris als zweite Tochter von Francoise Brasseur und des Rechtsanwalts Georges de Beauvoir geboren. Ihre einzige Schwester war die berühmte Schriftstellerin besuchte sie an den Kunstakademien "Grande Chaumiere" und Colarossi. Abendkurse für Aktzeichnen. Im Jahr 1928 begann sie an der Kunstschule "Rue de Fleurs" das Studium des Kupferstichs und der Grafik. Im Jahr 1929 lernte sie auch den französischen Philosophen Jean-Paul Sartre kennen; weil ihrer ältere Schwester zu schüchtern war, ging Hélène an ihrer Stelle zur ersten Verabredung mit Sartre. Sie warnte Ihre Schwester: „Er ist wirklich hässlich und keineswegs so komisch, wie ihm nachgesagt wird.“
Ihre erste Einzelausstellung eröffnete de Beauvoir bereits im Januar 1936 in der Pariser Galerie "Bonjean", welche auch Pablo Picasso besuchte und urteilte: „Ihre Malerei gefällt mir. Sie ist sehr eigenständig und originell.“ Sie schrieb später in ihren „Souveniers“:“ Alle jungen Maler, hauptsächlich die meiner Generation, ahmten Picasso nach. Ich war einige der wenigen Malerinnen, die es nicht taten, also war ich originell. Man kopiert nicht einen Picasso, das hat keinen Sinn. Wenn man ein Talent nachahmt, bedeutet das, dass man selbst keines besitzt.“
1940 fuhr Hélène für einen Monat nach Portugal, doch der Zweite Weltkrieg zwang sie bis 1945 dort zu bleiben. Während dieser Zeit heiratete sie 1942 ihren Freund Lionel de Roulet, ein Schüler Sartres. Er wurde später Diplomat und so zogen die beiden mehrmals um, darunter nach Belgrad (1947) und Mailand (1950).Trotzdem schaffte es Hélène in dieser Zeit regelmäßig auszustellen u.a. in Amsterdam, Kopenhagen, Hamburg, Rom, Lissabon, Florenz, Tokio, Genf, in Mittel und Nordamerika wie New York und Boston. Anfang der 70er Jahre wurde Hélène auch in der auflebenden Frauenbewegung aktiv und half in Straßburg bei der Gründung eines Hauses für misshandelte Frauen.
Hélène hatte es nicht leicht, denn die Schwester Simone wollte immer in ihrer Malerei etwas mitbestimmen. So schreibt Simone in ihrer "Die Geschichte von Helenes Malerei" über den frühen Malstil ihrer Schwester "jahrelang übte sie, für mich damals zu gewissenhaft, das perfekte Bild zu komponieren." Was Picasso also gefallen hatte, nämlich dass Helene nicht unkritisch die damals vorherrschende ungegenständliche Malerei übernahm, war Simone nicht recht. Helene hätte also vorgewarnt sein können, Simone schrieb damals, 1948, kritisch in Briefen an einen Freund, die Hélène im Alter lesen musste. Doch in den 60 er Jahren war es dann endlich mit der skeptischen Haltung vorbei. Simone schrieb in Briefen :" Welch herrliche Bilder!
Alle bewundern sie! Du hast deinen Coup gemacht!"(Abgebildet in "Beauvoir peintre") Und Jean Paul Sartre, sicher für kein Gefälligkeitsgutachten zu haben, schrieb in seinem längeren Text anlässlich einer Ausstellung Hélènes in Brest begeistert : "Ihr Werk vermag zu überzeugen und zu begeistern!"
1963 kauften sie und Ihr Mann ein ehemaliges Winzerhaus in Goxwiller im Elsass. Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1990 blieb sie dort wohnen. Hélène hatte keine Kinder, weil ihr Mann Lionel in der Jugend an einer besonderen Tuberkulose erkrankt war, die ihn unfruchtbar machte.
Internet
«Les elegantes»
1991 - Acryl 80 × 90 cm
«Landschaft 1960»
1960 - Öl auf Leinwand 73 × 92 cm
http://www.galerie-il-quadro.de